Rund 160 Gäste folgten am 25. Februar 2026 der Einladung der Hoeck-Stiftung zur 25. Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Diplomatischer Salon – Die Welt zu Gast in Eberswalde“ im Haus Schwärzetal. Ehrengast des Abends war S.E. Herr Chittipat Tongprasroeth, Botschafter des Königreichs Thailand in der Bundesrepublik Deutschland.
Mit dem Königreich Thailand begrüßte der Diplomatische Salon erstmals einen Staat aus der ASEAN-Gemeinschaft und damit aus Südostasien in Eberswalde. In seiner Begrüßung betonte Gastgeber Martin Hoeck die lange Tradition der deutsch-thailändischen Beziehungen, die bis ins Jahr 1862 zurückreichen. Damals wurde zwischen dem Königreich Siam und Preußen ein Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag geschlossen, ein frühes Zeichen für wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern.
„Unser Salon möchte Diplomatie für die Bürgerinnen und Bürger greifbar machen. Und das nicht abstrakt, sondern im persönlichen Gespräch.“, so Hoeck. Was 2015 mit 38 Gästen begann, hat sich inzwischen zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Stadt Eberswalde entwickelt. Mit der 25. Ausgabe feierte das Format ein kleines Jubiläum.
Botschafter Chittipat Tongprasroeth spannte in seiner Rede einen Bogen von der über 164-jährigen Geschichte der bilateralen Beziehungen bis zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Er unterstrich die enge Partnerschaft zwischen Deutschland und Thailand in den Bereichen Handel, Investitionen, Bildung, Kultur und Klimaschutz. Deutschland sei für Thailand ein zentraler Partner in Europa, insbesondere bei Technologie, Innovation und nachhaltiger Entwicklung. Zugleich informierte der Botschafter über die jüngsten Parlamentswahlen in Thailand vom 8. Februar 2026 und die außenpolitische Ausrichtung seines Landes in einer sich wandelnden Weltordnung. Thailand verstehe sich als verantwortungsbewusste Mittelmacht, die auf Dialog, multilaterale Zusammenarbeit und regelbasierte internationale Ordnung setze.
Besondere Aufmerksamkeit widmete er auch den vielfältigen zwischenmenschlichen Verbindungen: Über 100.000 Menschen mit thailändischen Wurzeln leben in Deutschland, mehr als 1.000 thailändische Studierende sind an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Auch in der Region Eberswalde bestehen akademische und persönliche Verbindungen nach Thailand.
Im Anschluss an den Vortrag nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, in einer offenen Fragerunde sowie bei einem Empfang mit thailändischen Spezialitäten persönlich mit dem Botschafter und den Vertreterinnen und Vertretern der Königlich Thailändischen Botschaft ins Gespräch zu kommen.
Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Martin Hoeck beim Botschafter des Königreichs Thailand, S.E. Herr Chittipat Tongprasroeth mit einem der letzten Präsentkörbe der Eberswalder Wurstfabrik. “Seit 2015 gab es für jeden Botschafter und jede Botschafterin einen solchen Präsentkorb. Leider wird diese Tradition bei der heutigen 25. Ausgabe des Diplomatischen Salons ein Ende finden.”, sagte Hoeck sichtlich bewegt. Er dankte den rund 500 Mitarbeitern für ihre Arbeit und wünschte ihnen persönlich alles Gute und schnell eine neue Beschäftigung. Die 160 Gäste unterstützten den Aufruf mit Applaus.
Der Diplomatische Salon wird von der Hoeck-Stiftung organisiert. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, den interkulturellen Dialog zu fördern und internationale Beziehungen auf kommunaler Ebene erlebbar zu machen. Die Veranstaltung wurde unterstützt vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft sowie von der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft.

Bildunterschrift: Martin Hoeck, Vorsitzender der Hoeck-Stiftung (rechts) moderiert das Gespräch mit dem Botschafter des Königreichs Thailand, S.E. Herr Chittipat Tongprasroeth vor rund 160 Gästen im Haus Schwärzetal.
Fotos: Thomas Matena





