Auf Einladung von Martin Hoeck, Mitglied im Präsidium der FDP Brandenburg, und Pascal Backhaus, Vorsitzender des Landesfachausschusses 4, fand am 26. Mai 2026 das erste „Botschafter-Gespräch“ der FDP Brandenburg in der Botschaft der Republik Kosovo in Berlin statt. Knapp zehn Interessierte aus Brandenburg und zwei Gäste aus Berlin nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch mit dem Botschafter der Republik Kosovo, S.E. Dr. Faruk Ajeti.
In seiner Begrüßung betonte Martin Hoeck die besondere Bedeutung der Außenpolitik für die Freien Demokraten. Die FDP werde seit Jahrzehnten mit Persönlichkeiten wie Hans-Dietrich Genscher, Klaus Kinkel und Guido Westerwelle verbunden und stehe für ein starkes Europa, die Förderung von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, offene Märkte sowie eine sicherheitspolitisch handlungsfähige Europäische Union. Gleichzeitig verwies er darauf, dass sich die anwesenden FDP-Mitglieder ehrenamtlich engagieren und sich bewusst auch außenpolitischen Themen widmen.
Botschafter Dr. Ajeti berichtete ausführlich über die aktuelle politische Situation im Kosovo, den Stand des EU-Beitrittsprozesses sowie das weiterhin schwierige Verhältnis zu Serbien. Besonders hervor hob er die enge und freundschaftliche Beziehung seines Landes zu Deutschland. Viele Menschen im Kosovo sprächen Deutsch, und die Bevölkerung sei Deutschland für seine politische, wirtschaftliche und auch militärische Unterstützung außerordentlich dankbar.
Der Botschafter verwies zudem auf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern: So gebe es inzwischen mehr als 60 Flugverbindungen pro Woche zwischen Deutschland und dem Kosovo. Während der Jahre 1993 bis 1999 konnte die kosovarische Exil-Regierung von Deutschland aus arbeiten. Auch auf dem Weg zur Europäischen Union seien wichtige Fortschritte erzielt worden. Bereits seit 2008 würden neue Gesetze auf ihre Vereinbarkeit mit europäischem Recht geprüft. Der Kosovo habe zudem von Beginn an den Euro als Währung eingeführt. Trotz aller politischen Unterschiede zwischen den Parteien bestehe im Kosovo ein breiter gesellschaftlicher und politischer Konsens zugunsten der europäischen Integration. Ebenso verfüge das Land über weitreichende Minderheitenrechte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Nachfragen und einen offenen Austausch. Mit dem erfolgreichen Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe möchten die Organisatoren auch künftig den direkten Dialog mit Botschafterinnen und Botschaftern sowie internationalen Entscheidungsträgern fördern und außenpolitische Themen stärker in die politische Arbeit der FDP Brandenburg einbringen.