Gelungene Premiere: Hoeck-Stiftung und Salon der Villa Weiß veranstalten erstes gemeinsames Sommerkonzert

Gelungene Premiere: Hoeck-Stiftung und Salon der Villa Weiß veranstalten erstes gemeinsames Sommerkonzert

Mit einem komplett ausgebuchten Sommerkonzert haben die Hoeck-Stiftung und der Salon der Villa Weiß am Donnerstagabend, 23. Juli 2026 ihre erste gemeinsame Veranstaltung erfolgreich durchgeführt. Etwa 50 Gäste waren der Einladung in den Salon der Villa Weiß in der Rudolf-Breitscheid-Straße 40 gefolgt und erlebten einen stimmungsvollen Abend, der Musik, Kunst und internationale Begegnung miteinander verband.

Im Mittelpunkt des Konzerts stand die erst 20-jährige thailändische Sopranistin Korbsuk Nakhsing, die mit Werken von Franz Schubert, Franz Lehár, Wolfgang Amadeus Mozart und Giacomo Puccini begeisterte. Das abwechslungsreiche Programm führte von Schuberts Die Forelle über bekannte Operettenmelodien wie Dein ist mein ganzes Herz und Lippen schweigen bis hin zu den berühmten Arien Voi che sapete und O mio babbino caro. Es war ihr erster Auftritt in Deutschland. 

Neben den musikalischen Darbietungen bot der Abend Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit der Sängerin bei einem Glas Wein in besonderem Ambiente. Ergänzt wurde das Konzert durch die Ausstellung des Eberswalder Kunstvereins „Die Mühle“ e. V., deren Werke derzeit im Salon der Villa Weiß zu sehen sind.

„Wir freuen uns sehr über die große Resonanz und den gelungenen Auftakt unserer Zusammenarbeit mit dem Salon der Villa Weiß“, erklärt Martin Hoeck, Vorsitzender der Hoeck-Stiftung. „Dass wir ausgebucht waren und eine Warteliste hatten, hat gezeigt, wie groß das Interesse an hochwertigen kulturellen Veranstaltungen in Eberswalde ist. Wir möchten diese erfolgreiche Kooperation gerne fortsetzen.“

Ermöglicht wurde der Abend durch die großzügige Unterstützung von Petra Maier und Peter Bartsch vom Salon der Villa Weiß, denen die Veranstalter ihren besonderen Dank aussprechen.

Die Hoeck-Stiftung dankt allen Gästen, Unterstützern und Mitwirkenden für einen gelungenen Sommerabend und freut sich auf weitere gemeinsame Kulturveranstaltungen.

Fotos: Thomas Matena 

Ein Diplomatischer Salon über Glück, Tango und Sicherheit

Ein Diplomatischer Salon über Glück, Tango und Sicherheit

Mit rund 90 Gästen war die 26. Ausgabe des „Diplomatischen Salons – Die Welt zu Gast in Eberswalde“ am 8. Juli 2026 in der Eberswalder Stadtbibliothek erneut ausgebucht. Ehrengast des Abends war S.E. Kai Sauer, Botschafter der Republik Finnland. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Finnlands Sicherheitskonzept, die deutsch-finnischen Beziehungen sowie die Frage, warum Finnland seit neun Jahren als das glücklichste Land der Welt gilt.

Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende der Hoeck-Stiftung, Martin Hoeck, die Gäste und betonte die Bedeutung des Diplomatischen Salons als Ort des unmittelbaren Austauschs zwischen Diplomatie und Bürgerschaft. Die Veranstaltungsreihe sei aus dem Wunsch entstanden, neben der Unterstützung des Hospizes Eberswalde auch einen Beitrag zur Völkerverständigung und zum gesellschaftlichen Dialog zu leisten. Was einst mit knapp 40 Gästen begonnen habe, sei inzwischen eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt Eberswalde geworden.

In seiner Begrüßung ging Hoeck auch auf die besondere Aktualität des Abends ein. Nur wenige Stunden zuvor war der NATO-Gipfel in Ankara zu Ende gegangen. Finnland ist seit seinem NATO-Beitritt im Jahr 2023 zu einem wichtigen Pfeiler der europäischen Sicherheitsarchitektur geworden. Gleichzeitig erinnerte Hoeck an Finnlands Spitzenplatz im World Happiness Report und zitierte eine Aussage des Botschafters aus einem Interview mit dem Tagesspiegel: „Glück ist letztlich eine Frage der Haltung.“

Unter dem Titel „Finnlands Rezept für Gesamtsicherheit“ stellte Botschafter Kai Sauer das finnische Modell der umfassenden Sicherheit vor. Er erläuterte, wie Finnland militärische Verteidigung, staatliche Institutionen, Wirtschaft, Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in einem gemeinsamen Sicherheitsansatz verbindet. Dieses Modell stütze sich auf ein hohes Maß an Vertrauen in staatliche Institutionen, eine ausgeprägte gesellschaftliche Resilienz sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor.

Breiten Raum nahm auch Finnlands sicherheitspolitische Lage ein. Der Botschafter verwies auf die 1.343 Kilometer lange Grenze zu Russland, die strategische Bedeutung der Ostsee und der Arktis sowie auf die Rolle Finnlands innerhalb der NATO. Besonders eindrucksvoll schilderte er die Verteidigungsbereitschaft seines Landes mit allgemeiner Wehrpflicht, einer großen Reserve und hohen Investitionen in die Verteidigung.

Neben sicherheitspolitischen Fragen stellte der Botschafter auch die andere Seite Finnlands vor. Vertrauen, Gleichberechtigung, lebenslanges Lernen, eine funktionierende digitale Verwaltung sowie die enge Verbindung zur Natur seien wesentliche Gründe dafür, dass Finnland seit Jahren als glücklichstes Land der Welt gelte. Glück entstehe dort nicht durch spektakuläre Ereignisse, sondern durch stabile gesellschaftliche Rahmenbedingungen und gegenseitiges Vertrauen.

Im anschließenden moderierten Gespräch und der offenen Fragerunde nutzten die Gäste die Gelegenheit zu einem lebendigen Austausch mit Botschafter Kai Sauer. Besonders großes Interesse galt dem Vergleich zwischen Finnland und Deutschland, etwa beim Gesundheits-, Bildungs- und Rentensystem. 

Daneben wurden auch Zukunftsfragen wie eine mögliche Bahnverbindung zwischen Berlin und Helsinki diskutiert. Der Botschafter erläuterte die Planungen für die europäische Bahnverbindung Rail Baltica sowie die langfristige Vision eines Eisenbahntunnels zwischen Tallinn und Helsinki, der Finnland künftig noch enger an das europäische Schienennetz anbinden könnte. Für einen heiteren Abschluss sorgte schließlich eine Frage aus dem Publikum zum finnischen Tango. Mit einem Augenzwinkern bestätigte Botschafter Sauer, dass der ursprünglich aus Argentinien stammende Tango in Finnland tatsächlich einen außergewöhnlich hohen Stellenwert genießt und dort vielfach als eine Art Nationaltanz gilt. So werden jedes Jahr sogar eine Tangokönigin und ein Tangokönig gewählt. 

Martin Hoeck zog am Ende des Abends ein positives Fazit:

„Der Diplomatische Salon zeigt, dass großes Interesse an internationaler Politik auch außerhalb der Metropolen besteht. Unser Ziel ist es, Diplomatie erlebbar zu machen und über unterschiedliche Kulturen miteinander ins Gespräch zu kommen. Der große Zuspruch und die lebhafte Diskussion haben gezeigt, dass dieses Konzept aufgeht.“

Die Hoeck-Stiftung dankt dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Stadtbibliothek Eberswalde für die Unterstützung dieser Veranstaltungsreihe. 

Fotos: Thomas Matena