Ein Diplomatischer Salon über Glück, Tango und Sicherheit

Ein Diplomatischer Salon über Glück, Tango und Sicherheit

Mit rund 90 Gästen war die 26. Ausgabe des „Diplomatischen Salons – Die Welt zu Gast in Eberswalde“ am 8. Juli 2026 in der Eberswalder Stadtbibliothek erneut ausgebucht. Ehrengast des Abends war S.E. Kai Sauer, Botschafter der Republik Finnland. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Finnlands Sicherheitskonzept, die deutsch-finnischen Beziehungen sowie die Frage, warum Finnland seit neun Jahren als das glücklichste Land der Welt gilt.

Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende der Hoeck-Stiftung, Martin Hoeck, die Gäste und betonte die Bedeutung des Diplomatischen Salons als Ort des unmittelbaren Austauschs zwischen Diplomatie und Bürgerschaft. Die Veranstaltungsreihe sei aus dem Wunsch entstanden, neben der Unterstützung des Hospizes Eberswalde auch einen Beitrag zur Völkerverständigung und zum gesellschaftlichen Dialog zu leisten. Was einst mit knapp 40 Gästen begonnen habe, sei inzwischen eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt Eberswalde geworden.

In seiner Begrüßung ging Hoeck auch auf die besondere Aktualität des Abends ein. Nur wenige Stunden zuvor war der NATO-Gipfel in Ankara zu Ende gegangen. Finnland ist seit seinem NATO-Beitritt im Jahr 2023 zu einem wichtigen Pfeiler der europäischen Sicherheitsarchitektur geworden. Gleichzeitig erinnerte Hoeck an Finnlands Spitzenplatz im World Happiness Report und zitierte eine Aussage des Botschafters aus einem Interview mit dem Tagesspiegel: „Glück ist letztlich eine Frage der Haltung.“

Unter dem Titel „Finnlands Rezept für Gesamtsicherheit“ stellte Botschafter Kai Sauer das finnische Modell der umfassenden Sicherheit vor. Er erläuterte, wie Finnland militärische Verteidigung, staatliche Institutionen, Wirtschaft, Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in einem gemeinsamen Sicherheitsansatz verbindet. Dieses Modell stütze sich auf ein hohes Maß an Vertrauen in staatliche Institutionen, eine ausgeprägte gesellschaftliche Resilienz sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor.

Breiten Raum nahm auch Finnlands sicherheitspolitische Lage ein. Der Botschafter verwies auf die 1.343 Kilometer lange Grenze zu Russland, die strategische Bedeutung der Ostsee und der Arktis sowie auf die Rolle Finnlands innerhalb der NATO. Besonders eindrucksvoll schilderte er die Verteidigungsbereitschaft seines Landes mit allgemeiner Wehrpflicht, einer großen Reserve und hohen Investitionen in die Verteidigung.

Neben sicherheitspolitischen Fragen stellte der Botschafter auch die andere Seite Finnlands vor. Vertrauen, Gleichberechtigung, lebenslanges Lernen, eine funktionierende digitale Verwaltung sowie die enge Verbindung zur Natur seien wesentliche Gründe dafür, dass Finnland seit Jahren als glücklichstes Land der Welt gelte. Glück entstehe dort nicht durch spektakuläre Ereignisse, sondern durch stabile gesellschaftliche Rahmenbedingungen und gegenseitiges Vertrauen.

Im anschließenden moderierten Gespräch und der offenen Fragerunde nutzten die Gäste die Gelegenheit zu einem lebendigen Austausch mit Botschafter Kai Sauer. Besonders großes Interesse galt dem Vergleich zwischen Finnland und Deutschland, etwa beim Gesundheits-, Bildungs- und Rentensystem. 

Daneben wurden auch Zukunftsfragen wie eine mögliche Bahnverbindung zwischen Berlin und Helsinki diskutiert. Der Botschafter erläuterte die Planungen für die europäische Bahnverbindung Rail Baltica sowie die langfristige Vision eines Eisenbahntunnels zwischen Tallinn und Helsinki, der Finnland künftig noch enger an das europäische Schienennetz anbinden könnte. Für einen heiteren Abschluss sorgte schließlich eine Frage aus dem Publikum zum finnischen Tango. Mit einem Augenzwinkern bestätigte Botschafter Sauer, dass der ursprünglich aus Argentinien stammende Tango in Finnland tatsächlich einen außergewöhnlich hohen Stellenwert genießt und dort vielfach als eine Art Nationaltanz gilt. So werden jedes Jahr sogar eine Tangokönigin und ein Tangokönig gewählt. 

Martin Hoeck zog am Ende des Abends ein positives Fazit:

„Der Diplomatische Salon zeigt, dass großes Interesse an internationaler Politik auch außerhalb der Metropolen besteht. Unser Ziel ist es, Diplomatie erlebbar zu machen und über unterschiedliche Kulturen miteinander ins Gespräch zu kommen. Der große Zuspruch und die lebhafte Diskussion haben gezeigt, dass dieses Konzept aufgeht.“

Die Hoeck-Stiftung dankt dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Stadtbibliothek Eberswalde für die Unterstützung dieser Veranstaltungsreihe. 

Fotos: Thomas Matena  

Auftakt der Botschafter-Gespräche: FDP Brandenburg zu Gast beim Botschafter der Republik Kosovo

Auftakt der Botschafter-Gespräche: FDP Brandenburg zu Gast beim Botschafter der Republik Kosovo

Auf Einladung von Martin Hoeck, Mitglied im Präsidium der FDP Brandenburg, und Pascal Backhaus, Vorsitzender des Landesfachausschusses 4, fand am 26. Mai 2026 das erste „Botschafter-Gespräch“ der FDP Brandenburg in der Botschaft der Republik Kosovo in Berlin statt. Knapp zehn Interessierte aus Brandenburg und zwei Gäste aus Berlin nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch mit dem Botschafter der Republik Kosovo, S.E. Dr. Faruk Ajeti.

In seiner Begrüßung betonte Martin Hoeck die besondere Bedeutung der Außenpolitik für die Freien Demokraten. Die FDP werde seit Jahrzehnten mit Persönlichkeiten wie Hans-Dietrich Genscher, Klaus Kinkel und Guido Westerwelle verbunden und stehe für ein starkes Europa, die Förderung von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, offene Märkte sowie eine sicherheitspolitisch handlungsfähige Europäische Union. Gleichzeitig verwies er darauf, dass sich die anwesenden FDP-Mitglieder ehrenamtlich engagieren und sich bewusst auch außenpolitischen Themen widmen.

Botschafter Dr. Ajeti berichtete ausführlich über die aktuelle politische Situation im Kosovo, den Stand des EU-Beitrittsprozesses sowie das weiterhin schwierige Verhältnis zu Serbien. Besonders hervor hob er die enge und freundschaftliche Beziehung seines Landes zu Deutschland. Viele Menschen im Kosovo sprächen Deutsch, und die Bevölkerung sei Deutschland für seine politische, wirtschaftliche und auch militärische Unterstützung außerordentlich dankbar.

Der Botschafter verwies zudem auf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern: So gebe es inzwischen mehr als 60 Flugverbindungen pro Woche zwischen Deutschland und dem Kosovo. Während der Jahre 1993 bis 1999 konnte die kosovarische Exil-Regierung von Deutschland aus arbeiten. Auch auf dem Weg zur Europäischen Union seien wichtige Fortschritte erzielt worden. Bereits seit 2008 würden neue Gesetze auf ihre Vereinbarkeit mit europäischem Recht geprüft. Der Kosovo habe zudem von Beginn an den Euro als Währung eingeführt. Trotz aller politischen Unterschiede zwischen den Parteien bestehe im Kosovo ein breiter gesellschaftlicher und politischer Konsens zugunsten der europäischen Integration. Ebenso verfüge das Land über weitreichende Minderheitenrechte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Nachfragen und einen offenen Austausch. Mit dem erfolgreichen Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe möchten die Organisatoren auch künftig den direkten Dialog mit Botschafterinnen und Botschaftern sowie internationalen Entscheidungsträgern fördern und außenpolitische Themen stärker in die politische Arbeit der FDP Brandenburg einbringen. 

Martin Hoeck wird Mitglied im GLG-Aufsichtsrat

Martin Hoeck wird Mitglied im GLG-Aufsichtsrat

Der Kreistag des Landkreises Barnim hat in seiner Sitzung am 25. März 2026 Martin Hoeck (FDP) zum Mitglied des Aufsichtsrates der Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (GLG) bestellt.

Die Wahl erfolgte im Zuge der Neubesetzung des Aufsichtsrates, die durch Änderungen des Gesellschaftsvertrages im Rahmen der beschlossenen Entflechtung erforderlich geworden ist. Insgesamt umfasst das Gremium künftig 18 Sitze, von denen sieben durch den Kreistag Barnim besetzt werden.

Die Sitzverteilung erfolgt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben der Brandenburgischen Kommunalverfassung nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren. Im Vorfeld der Sitzung des Kreistages am 11. März 2026 wurde ein Los zwischen den Fraktionen der CDU, Bündnis 90 / Die Grünen und FDP/BFB/AWG gezogen, welches auf die letztgenannte Fraktion entfiel. 

„Für mich steht die GLG für eine verlässliche Gesundheitsversorgung in unserer Region Uckermark und Barnim und ist zugleich von zentraler Bedeutung für die Stadt Eberswalde als Gesundheitsstandort und Arbeitgeber. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir die Entwicklung der GLG im Aufsichtsrat aktiv, verantwortungsvoll und mit klarem Blick für die Bedürfnisse der Menschen in unserer Region begleiten.“, so Martin Hoeck nach seiner Wahl in das Gremium. 

25. Diplomatischer Salon bringt Thailand nach Eberswalde

25. Diplomatischer Salon bringt Thailand nach Eberswalde

Rund 160 Gäste folgten am 25. Februar 2026 der Einladung der Hoeck-Stiftung zur 25. Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Diplomatischer Salon – Die Welt zu Gast in Eberswalde“ im Haus Schwärzetal. Ehrengast des Abends war S.E. Herr Chittipat Tongprasroeth, Botschafter des Königreichs Thailand in der Bundesrepublik Deutschland.

Mit dem Königreich Thailand begrüßte der Diplomatische Salon erstmals einen Staat aus der ASEAN-Gemeinschaft und damit aus Südostasien in Eberswalde. In seiner Begrüßung betonte Gastgeber Martin Hoeck die lange Tradition der deutsch-thailändischen Beziehungen, die bis ins Jahr 1862 zurückreichen. Damals wurde zwischen dem Königreich Siam und Preußen ein Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag geschlossen, ein frühes Zeichen für wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern.

„Unser Salon möchte Diplomatie für die Bürgerinnen und Bürger greifbar machen. Und das nicht abstrakt, sondern im persönlichen Gespräch.“, so Hoeck. Was 2015 mit 38 Gästen begann, hat sich inzwischen zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Stadt Eberswalde entwickelt. Mit der 25. Ausgabe feierte das Format ein kleines Jubiläum.

Botschafter Chittipat Tongprasroeth spannte in seiner Rede einen Bogen von der über 164-jährigen Geschichte der bilateralen Beziehungen bis zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Er unterstrich die enge Partnerschaft zwischen Deutschland und Thailand in den Bereichen Handel, Investitionen, Bildung, Kultur und Klimaschutz. Deutschland sei für Thailand ein zentraler Partner in Europa, insbesondere bei Technologie, Innovation und nachhaltiger Entwicklung. Zugleich informierte der Botschafter über die jüngsten Parlamentswahlen in Thailand vom 8. Februar 2026 und die außenpolitische Ausrichtung seines Landes in einer sich wandelnden Weltordnung. Thailand verstehe sich als verantwortungsbewusste Mittelmacht, die auf Dialog, multilaterale Zusammenarbeit und regelbasierte internationale Ordnung setze.

Besondere Aufmerksamkeit widmete er auch den vielfältigen zwischenmenschlichen Verbindungen: Über 100.000 Menschen mit thailändischen Wurzeln leben in Deutschland, mehr als 1.000 thailändische Studierende sind an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Auch in der Region Eberswalde bestehen akademische und persönliche Verbindungen nach Thailand.

Im Anschluss an den Vortrag nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, in einer offenen Fragerunde sowie bei einem Empfang mit thailändischen Spezialitäten persönlich mit dem Botschafter und den Vertreterinnen und Vertretern der Königlich Thailändischen Botschaft ins Gespräch zu kommen.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Martin Hoeck beim Botschafter des Königreichs Thailand, S.E. Herr Chittipat Tongprasroeth mit einem der letzten Präsentkörbe der Eberswalder Wurstfabrik. “Seit 2015 gab es für jeden Botschafter und jede Botschafterin einen solchen Präsentkorb. Leider wird diese Tradition bei der heutigen 25. Ausgabe des Diplomatischen Salons ein Ende finden.”, sagte Hoeck sichtlich bewegt. Er dankte den rund 500 Mitarbeitern für ihre Arbeit und wünschte ihnen persönlich alles Gute und schnell eine neue Beschäftigung. Die 160 Gäste unterstützten den Aufruf mit Applaus. 

Der Diplomatische Salon wird von der Hoeck-Stiftung organisiert. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, den interkulturellen Dialog zu fördern und internationale Beziehungen auf kommunaler Ebene erlebbar zu machen. Die Veranstaltung wurde unterstützt vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft sowie von der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft.

Bildunterschrift: Martin Hoeck, Vorsitzender der Hoeck-Stiftung (rechts) moderiert das Gespräch mit dem Botschafter des Königreichs Thailand, S.E. Herr Chittipat Tongprasroeth vor rund 160 Gästen im Haus Schwärzetal.

Fotos: Thomas Matena

Gedenktafel erinnert am Schiffshebewerk Niederfinow an Besuch des siamesischen Königspaares vor 92 Jahren

Gedenktafel erinnert am Schiffshebewerk Niederfinow an Besuch des siamesischen Königspaares vor 92 Jahren

Am historischen Schiffshebewerk Niederfinow wurde am Mittwoch, 25. Februar 2026, eine neue Gedenktafel enthüllt, die an den Besuch des siamesischen Königspaares im Jahr 1934 erinnert. Seine Majestät Prajadhipok (Rama VII.) und Ihre Majestät Rambai Barni besichtigten am 7. Juli 1934 das damals noch neue technische Meisterwerk und ließen sich mit dem Schiff „Kurmark“ emporschleusen. Sehr wahrscheinlich waren sie die ersten internationalen Gäste nach der Inbetriebnahme.

Initiiert wurde das Projekt von Martin Hoeck, FDP-Kommunalpolitiker und Vorsitzender der Hoeck-Stiftung. Die Stiftung übernahm die Finanzierung und setzte das Vorhaben gemeinsam mit Ralf Dimmek, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel um. Anlass der Enthüllung war der 100. Jahrestag der Krönung König Prajadhipoks am 25. Februar 1926.

„Diese Gedenktafel holt ein fast vergessenes Kapitel unserer regionalen Geschichte zurück ins öffentliche Bewusstsein“, sagte Hoeck bei der Zeremonie. Der königliche Reisebericht dokumentiere mit großem technischen Interesse Details wie den 36 Meter hohen Niveauunterschied, das 4.000 Tonnen schwere Gegengewichtssystem und die nur etwa 15 Minuten dauernde Hebung. Darin heißt es anerkennend: „Es ist erstaunlich, mit welchem Fachwissen der Bau dieses Werkes umgesetzt wurde.“

Der Besuch sei nicht nur ein technisches, sondern auch ein kulturelles Ereignis gewesen. Zahlreiche Menschen aus der Region hätten sich 1934 versammelt, um das Königspaar zu begrüßen, für viele vermutlich die erste persönliche Begegnung mit Gästen aus Siam, dem heutigen Thailand, ist Hoeck überzeugt.

In seiner Ansprache betonte der Botschafter des Königreichs Thailand in Deutschland, S.E. Chittipat Tongprasroeth, die besondere Symbolkraft des Ortes. Bereits vor fast einem Jahrhundert habe das Schiffshebewerk als herausragendes Beispiel deutscher Ingenieurskunst gegolten. König Prajadhipok habe sich zeitlebens für Innovation, Fortschritt und gute Regierungsführung eingesetzt. “Die Gedenktafel stehe daher für gemeinsame Werte, gegenseitigen Respekt und die fortdauernde Freundschaft zwischen Thailand und Deutschland.”, so der Botschafter, der mit einer Delegation aus Berlin angereist war.

Die zweisprachige Gedenktafel (Deutsch/Thai) auf der Besucherplattform des Schiffshebewerks zeigt ein historisches Foto aus dem Bundesarchiv und erinnert an ein Kapitel regionaler Geschichte mit internationaler Dimension. Sie soll zur weiteren Vertiefung der deutsch-thailändischen Beziehungen beitragen und zugleich die historische Bedeutung Niederfinows unterstreichen. „Das Schiffshebewerk steht nicht nur für bedeutende Ingenieurskunst, sondern auch für Austausch und Verständigung zwischen Nationen“, so Hoeck abschließend.

Anschließend nutzte die thailändische Delegation die Gelegenheit für einen Rundgang mit ausführlicher Führung durch das neue Schiffshebewerk.

Bildunterschrift: Ralf Dimmek, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel, S.E. Chittipat Tongprasroeth, Botschafter des Königreichs Thailand und Martin Hoeck, Vorsitzender der Hoeck-Stiftung vor der Gedenktafel.

Bildunterschrift: Martin Hoeck, Vorsitzender der Hoeck-Stiftung (Mitte) und S.E. Chittipat Tongprasroeth, Botschafter des Königreichs Thailand im Gespräch während des Rundgangs zum neuen Schiffshebewerk.

Bildunterschrift: Gruppenfoto mit der Delegation der Königlich Thailändischen Botschaft aus Berlin zwischen den beiden Schiffshebewerken.

Bildunterschrift: Martin Hoeck, FDP-Kreistagsabgeordneter und Vorsitzender der Hoeck-Stiftung bei seiner Ansprache. Neben ihm v.l. S.E. Chittipat Tongprasroeth, Botschafter des Königreichs Thailand und Ralf Dimmek, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel.

Fotos: Thomas Matena

FDP-Neujahrsempfang mit Blick auf Freiheit und Zusammenarbeit aus der politischen Mitte

FDP-Neujahrsempfang mit Blick auf Freiheit und Zusammenarbeit aus der politischen Mitte

Beim Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbands Barnim und des Ortsverbands Eberswalde am 23. Januar 2026 kamen gut 30 interessierte Gäste zusammen, um über politische Schwerpunkte und Herausforderungen des neuen Jahres zu diskutieren.

Eröffnet wurde der Abend von Wenke Surauf, stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP Barnim und dem Eberswalder Stadtverordneten und stellv. FDP-Ortsvorsitzenden Christoph Maskow. In ihrem Rückblick gingen beide auf zentrale politische Themen des vergangenen Jahres ein und skizzierten im Ausblick anstehende Vorhaben auf städtischer und Kreisebene sowie die im April bevorstehende Landratswahl. „Wir stehen für Fortschritt statt Stillstand und für eine Politik, die zuhört und den offenen Austausch in den Mittelpunkt stellt. Auch im Jahr  2026 setzen wir uns entschlossen für mehr Freiheit und eine moderne Zukunft in unserem Landkreis ein.“, sagte Surauf.

Im weiteren Verlauf stellte Daniel Sauer (CDU) seine Ziele für den bevorstehenden Landratswahlkampf im Landkreis Barnim vor. Er hob dabei insbesondere die erstmalige gemeinsame bürgerliche Liste von FDP, CDU und BVB/Freie Wähler hervor, die im Wahlkampf ihre Kräfte bündele und ihn mit gemeinsamen Themen als „Bürgerlandrat“ unterstütze. Zugleich machte Sauer deutlich, dass aus seiner Sicht im aktuellen Bundestag die liberale Kraft der FDP fehle, die Freiheit, Eigenverantwortung und wirtschaftliche Vernunft konsequent vertrete.

Höhepunkt des Abends war die Rede von Dr. Lydia Hüskens, stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt. Sie sprach offen über bestehende Defizite bei der Digitalisierung der Schulen sowie über Herausforderungen in der Infrastruktur und im öffentlichen Personennahverkehr. Gleichzeitig warnte Hüskens vor einer zunehmenden staatlichen Bevormundung und warb für mehr Freiheit, Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein in der politischen Debatte. Darüber hinaus regte sie die Anwesenden dazu an, das eigene Leben mutig und selbstbestimmt nach individuellen Vorstellungen auszurichten.

Der FDP-Kreisvorsitzende Martin Hoeck zeigte sich mit dem Empfang sehr zufrieden. “Es wurde deutlich, dass wir im Barnim eine sichtbare politische Kraft sind. Dies unterstreicht auch unseren Anspruch, bei der Landratswahl am 19. April 2026 gemeinsam mit CDU und BVB/Freien Wählern einen eigenen Kandidaten aufzustellen. In der Vergangenheit waren wir hier nur Zaungast, diesmal sind wir mittendrin.”, so Hoeck weiter

Der Neujahrsempfang bot neben inhaltlichen Impulsen auch Raum für Austausch und persönliche Gespräche. Für das leibliche Wohl der Gäste war gesorgt.

Bildunterschrift: Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt im Gespräch mit Martin Hoeck, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Barnim und Wenke Surauf (r.), stellv. Kreisvorsitzende der FDP Barnim.

Bildunterschrift: v.l. Landratskandidat Daniel Sauer (CDU), Dr. Lydia Hüskens, stellv. Ministerpräsidentin in Sachsen-Anhalt, Wenke Surauf, stellv. Kreisvorsitzende der FDP Barnim und Martin Hoeck, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Barnim.

Fotos: Thomas Pfeffer / FDP Barnim  

Die besondere Verbindung zwischen Costa Rica und Eberswalde

Die besondere Verbindung zwischen Costa Rica und Eberswalde

Die Debatte um Klimawandel und Erderwärmung scheint momentan etwas abgekühlt zu sein, zu groß die mediale Präsenz internationaler Konflikte, anhaltender wirtschaftlicher Wachstumsschwäche vor dem Hintergrund von steigender Inflation und wütenden Zollkriegen, Demonstrationen gegen einen Rechtsruck im Land ziehen die Menschen auf die Straße. Das unaufschiebbare Thema Klimaschutz ist, so kommt es vor, in den Hintergrund gerückt. Und ohnehin: „Ja, aber was ist denn mit China und den USA?“. Wie viel können nationale Anstrengungen überhaupt bewirken?

Inspiration könnte sich in Zentralamerika finden. Knapp über 5 Millionen Menschen leben in Costa Rica, circa 30% davon in der Metropolregion der Hauptstadt San José. Die Nationalparks Corcovado und Manuel Antonio ziehen jedes Jahr Millionen Touristen an. 

Am 11. November 2025 lud die Hoeck-Stiftung zur 24. Ausgabe des “Diplomatischen Salon – Die Welt zu Gast in Eberswalde” ein. Zu Gast war der Botschafter von Costa Rica S.E. Antonio Jose Lehmann Gutierrez. 

Das Leben in Einklang mit der Natur, als Teil des Ökosystem statt als Diktator seiner Regeln ist dabei für die Costa Ricaner von hoher Bedeutung. Der Botschafter beschreibt die Mentalität seiner Landsleute in der Eberswalder Stadtbibliothek mit den Worten “pura vida”, es ginge darum sein Glück zu erkennen und dieses wertzuschätzen. Gesegnet ist das Land, welches zwar nur 0,03 % der Erdoberfläche bedeckt, mit ca. 6% der globalen Biodiversität. 

Ausgerechnet ein Eberswalder trug zur Schaffung dieser Schutzräume maßgeblich bei. Nils Olof Wessberg, Sohn schwedisch-deutscher Eltern, gründete 1963 das Naturreservat Cabo Blanco, ein Gebiet welches heute im Corcovado Nationalpark integriert ist. Den Kampf für Naturschutz und Artenvielfalt bezahlte Wessberg 1975 mit dem Tod. “Unseren tiefsten Dank und unsere Anerkennung”, so der Botschafter. Wessberg sei ein Visionär gewesen und trüge einen bedeutenden Anteil daran, dass heute 27% Costa Ricas unter Naturschutz steht. 

Auch dieser Diplomatische Salon erfreute sich wieder großer Beliebtheit. Bei über 90 Gästen blieb kein Stuhl in der Eberswalder Stadtbibliothek unbesetzt. Martin Hoeck, Vorstandsvorsitzender der Hoeck-Stiftung und Abgeordneter im Kreistag (FDP), dankte für das große Interesse und zog eine gedankliche Verbindung von Costa Rica hin zum Barnim in den Bereichen Naturschutz und Bildung. „Costa Rica steht für starken Naturschutz und hohe Investitionen in Bildung (dafür zum Beispiel keine Ausgaben für Militär). Zwei Themen, die auch im Barnim und besonders in Eberswalde von besonderer Bedeutung sind. Der Landkreis verschuldet sich sogar, um in Bildung zu investieren. Und mit dem Naturpark Barnim und dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin plus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung schaffen wir die Verbindung zwischen Bildung und Natur- und Umweltschutz. Ich würde mich freuen, wenn wir die Verbindung zu Costa Rica nutzen und die Zusammenarbeit vertiefen könnten.“, so der Gründer des Diplomatischen Salon

Unterstützt wurde die Veranstaltung erneut von der Stadtbibliothek Eberswalde und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft im Barnim. 

Fotos: Thomas Matena  

FDP Barnim unterstützt Daniel Sauer zur Landratswahl

FDP Barnim unterstützt Daniel Sauer zur Landratswahl

Am Samstag, 22. November 2025 hat die FDP Barnim ihre Mitglieder zu einem Kreisparteitag nach Eberswalde eingeladen. Schwerpunkt des Parteitages waren die Beratungen über die Landratswahl im Barnim im kommenden Jahr. Der Kreisvorsitzende Martin Hoeck eröffnete den Tagesordnungspunkt mit der Ansage: “Wir wollen diesmal bei der Landratswahl eine aktive Rolle spielen. Ich bin als Kreisvorsitzender vor zwei Jahren angetreten, um die FDP im Landkreis Barnim zu einer sichtbaren politischen Kraft zu machen.”, sagte er vor den Mitgliedern. 

Bereits Anfang des Jahres haben sich der SPD-Kandidat und amtierende Landrat Daniel Kurth und sein CDU-Herausforderer Daniel Sauer bei den Liberalen gemeldet und um Unterstützung geworben. Der Kreisvorstand hat sich in mehreren Sitzungen mit dem Thema beschäftigt. Nachdem im Sommer feststand, dass die Liberalen keinen eigenen Kandidaten aufstellen würden, gab es im September intensive Gespräche mit den beiden Bewerbern. Anschließend hat sich der Kreisvorstand erneut beraten und entschieden, den Mitgliedern vorzuschlagen, den CDU-Bewerber zu unterstützen. 

Dazu Martin Hoeck auf dem Parteitag: “Unser Ziel ist ein gemeinsamer Wahlvorschlag mit der CDU. Nachdem der Landrat wieder als Kandidat von Rot-Rot-Grün ins Rennen geht, möchten wir den Barnimerinnen und Barnimern dazu eine Alternative aus der politischen Mitte anbieten.”

Nach intensiver Aussprache und Diskussion, auch mit dem CDU-Mann Sauer, der als Gast zeitweise am Parteitag teilnahm, um sich und seine Ideen vorzustellen, gab es am Ende einen einstimmigen Beschluss der liberalen Basis für den Weg des Kreisvorstandes. 

Daniel Sauer sagte nach dem einstimmigen Ergebnis: “Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und werde es nicht enttäuschen. Lassen Sie uns gemeinsam das Paul-Wunderlich-Haus im kommenden Jahr für die demokratische Mitte gewinnen. Ich freue mich auf den gemeinsamen Wahlkampf mit den Liberalen.”

„Für die FDP Barnim ist wichtig, dass Politik und Verwaltung nah an den Bürgerinnen und Bürgern agieren. Daniel Sauer will diese Verbindung stärken und den Landkreis Barnim zugleich zukunftsorientiert, transparent und wirtschaftlich weiterentwickeln. Deshalb unterstützen wir seine Kandidatur“, erklärte die stellvertretende Kreisvorsitzende Wenke Surauf. 

Bildunterschrift: Nach dem einstimmigen Beschluss des Kreisparteitages der FDP Barnim zur Landratswahl 2026, v.l. FDP-Kreisvorsitzender Martin Hoeck, Landratskandidat Daniel Sauer (CDU) und die stellv. FDP-Kreisvorsitzende Wenke Surauf. 

Foto: Nico Wiedemann / FDP Barnim  

Liberale Kommunalpolitiker bestätigen Martin Hoeck als stellv. Bundesvorsitzenden

Liberale Kommunalpolitiker bestätigen Martin Hoeck als stellv. Bundesvorsitzenden

Am 7./8. November 2025 fand in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) die diesjährige Bundesdelegiertenversammlung der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker (VLK) statt. Dort treffen sich Delegierte, die von den einzelnen VLK-Landesverbänden aus dem gesamten Bundesgebiet entsandt werden. Auf der diesjährigen Delegiertenversammlung standen neben den Rechenschafts- und Finanzberichten auch inhaltliche Vorträge zur Bedeutung der Sparkassen und zur internationalen Arbeit sowie die Neuwahl des Bundesvorstandes auf der Tagesordnung.

Als Bundesvorsitzender der liberalen Kommunalpolitiker wurde Kai Abruszat wiedergewählt. Er ist Bürgermeister der Gemeinde Stemwede in NRW. Zu seinen drei Stellvertretern wurden Fritz Haugg aus Bayern, Dr. Thomas Nietzsche (Oberbürgermeister von Jena in Thüringen) und Martin Hoeck aus Eberswalde gewählt. 

Hoeck ist Fraktionsvorsitzender im Kreistag Barnim und Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung der Kreisstadt Eberswalde. Er wurde mit 48 von 50 Stimmen der Delegierten als stellvertretender Bundesvorsitzender der VLK für zwei Jahre im Amt bestätigt.

„Nach dem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag und weiterhin ohne Landtagsfraktion in Brandenburg, kommt der unserer liberalen kommunalen Basis eine besondere Bedeutung zu, um die FDP auch von der kommunalen Ebene aus zu stärker und zu erneuen. Die kommunalen Mandatsträger müssen und werden uns durch die außerparlamentarische Zeit tragen.“, so Martin Hoeck nach seiner Wahl. 

Anschließend hielt Hoeck einen Vortrag zum Thema „Internationale Arbeit in der Kommunalpolitik“. Er berichtete von der Bedeutung von Städtepartnerschaften in diesem Zusammenhang, aber auch von der Möglichkeit, sich in EU-weiten Netzwerken mit anderen Kommunalpolitikern aus dem EU-Ausland auszutauschen oder auch selbst internationale Veranstaltungen in der eigenen Kommune zu organisieren, wie er es selbst seit zehn Jahren mit dem Diplomatischen Salon in Eberswalde vorlebt.  

Foto: Karl Peter Brendel / VLK

Über Eberswalde nach Brüssel

Über Eberswalde nach Brüssel

Am 20. Oktober 2015 war Marta Kos, damals Botschafterin Sloweniens in Berlin, zu Gast beim neuen Veranstaltungsformat der Hoeck-Stiftung namens “Diplomatischer Salon – Die Welt zu Gast in Eberswalde”. “Marta kam bei den Gästen enorm gut an und hat damit der Veranstaltungsreihe maßgeblich zu ihrem Erfolg verholfen.”, weiß Martin Hoeck zu berichten, der das Format entwickelt hat und bis heute organisiert. 

Eine Teilnehmerin des Salons mit Marta Kos erinnert sich gut: “Weil diese Frau so toll war, sind wir im nächsten Jahr mit unseren Kindern in Slowenien gewesen. Und sind heute noch beeindruckt von der Natur und begeistert vom Aufschwung in diesem kleinen Land.”

Nach ihrem Besuch in Eberswalde ging es für Marta Kos sehr erfolgreich weiter auf der Karriereleiter. 2016 wurde sie vom Diplomatischen Magazin als Botschafterin des Jahres ausgezeichnet. Im September 2017 wechselte sie als Botschafterin für Slowenien in die Schweiz mit Sitz in Bern und amtierte bis 2020. Im Jahr 2019 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz als Großes Verdienstkreuz verliehen. Und schließlich wurde sie Sloweniens Vertreterin in der EU-Kommission von Ursula von der Leyen. Seit 1. Dezember 2024 ist Marta Kos EU-Kommissarin für Erweiterung, Östliche Nachbarschaften und den Wiederaufbau der Ukraine in Brüssel. 

Direkt im Anschluss an den Europäischen Rat in Brüssel fand am 24./25. Oktober 2025 der Kongress der europäischen liberalen Parteien (ALDE-Kongress) statt. Dort ist Martin Hoeck Delegierter für die FDP Brandenburg und konnte Marta Kos in ihrer neuen Funktion wiedersehen. Das Treffen war sehr herzlich. Die neue EU-Kommissarin Marta Kos lässt Eberswalde herzlich grüßen. “Ich habe sie auch zu einem weiteren Besuch eingeladen und hoffe, dass ihr Terminkalender einen Besuch ermöglichen wird.”, sagt Hoeck. 

Fotos: Torsten Stapel